Thursday, September 23, 2021
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Massive Abwanderung von Hochqualifizierten aus dem Iran und die Rolle der Mullahs dabei Unter der Herrschaft der Mullahs hält der Iran den Rekord bei der Zahl der Elitegelehrten, die das Land verlassen


Seit das Mullah Regime 1979 im Iran die Macht übernommen hat, hat es das Land und seine Menschen kaputt gemacht. Neben der Ausplünderung des nationalen Reichtums, der Unterdrückung der Menschen und dem Treiben von vielen in einen Sumpf der Armut hat die falsche Politik der Mullahs eine massive Abwanderung der Hochqualifizierten hervorgerufen.
Das Regime hat die Elitestudenten/innen und Experten/innen unter einen solchen Druck gesetzt, dass sie keine andere Wahl hatten und haben als das Land zu verlassen. Die Abwanderung der Hochqualifizierten aus dem Iran nimmt jährlich zu. Zwischen 150 000 und 180 000 Eliteleute und Spezialisten/innen verlassen das Land in jedem Jahr, und in Bezug auf die Abwanderung von Hochqualifizierten nimmt der Iran unter dem Mullah Regime die erste Stelle in der Welt ein. Es sind Universitätsprofessoren/innen und Experten/innen unter den Eliteleuten, die den Iran verlassen.
Diese Krise hat sich so sehr zugespitzt, dass staatliche Medien und Amtsträger gezwungen sind, einige Aspekte davon zuzugestehen.
In der öffentlichen Parlamentssitzung am 7. März über das Budget der Regierung für das persische Neue Jahr 1400 hat Reza Monadi, MP aus Ost Aserbeidschan und Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Forschung, die Krise in Bezug auf die Abwanderung der Hochqualifizierten aus dem Iran eingeräumt.
„Vom März 2019 bis zum März 2020 haben etwa 900 Professoren den Iran verlassen. Ein Professor mit 40 Jahren Erfahrung bekommt 140 Millionen Rial [560 $ zum Wechselkurs des Dollar auf dem freien Markt] im Monat. Dagegen verdient ein Mitglied des Verwaltungsgremiums [der Universität] 500 Millionen Rial [2000 $] im Monat. Wie ist es möglich, beide zu vergleichen?“ so Monadi.


Hadi Beiginejad, ein anderes MP des Regimes, verwies auf einen Bericht, den der Bildungsminister vor kurzem Mohammad Bagher-Nobakht, dem Chef der Organisation für Budget und Planung, gezeigt hat, in dem es heißt: „Mehrere hundert Universitätsprofessoren haben das Land seit wenigen Monaten verlassen“.
„Ich möchte die Aufmerksamkeit meiner Kollegen auf die massive Abwanderung der Hochqualifizierten und die Auswanderung der Jugendlichen aus dem Land lenken. Das ist derzeit eines der ernsten Probleme im Iran. Wir sehen uns der Entwertung der nationalen Währung gegenüber. Dadurch liegt ihr Einkommen, obwohl sie nach 20 Jahren [akademische Spitzen-] Ränge erreicht haben, unter 1000 $. Dabei bieten unsere Nachbarländer zwischen 10 000 $ und 15 000 $ an die Mitglieder von Universitätsfakultäten und Eliten“, erklärte Anoushirvan Mohseni-Bandpei, ein anderes MP des Regimes.
„Die mangelnde Unterstützung von Fakultätsmitgliedern hat zu einer Zunahme der Abwanderung von Hochqualifizierten und einer Emigration von Professoren aus allen Universitäten geführt. Einige Abteilungen in den Universitäten des Landes wie die für Technik und Computer haben mehr als 30 % ihrer Professoren verloren, was sehr gefährlich ist. Die Ferdowsi Universität ist keine Ausnahme und in manchen Gruppen ist das wirklich bemerkenswert und die Situation ist schwierig“, schrieb die halboffizielle Nachrichteagentur ISNA am 25. Januar, wobei sie den Vizekanzler für Finanzen an der Universität von Maschhad zitierte.
„Die Länder mit dem größten iranischen Bevölkerungsanteil (von Leuten, die im Iran geboren wurden) sind die Vereinigten Arabischen Emirate, die Vereinigten Staaten, Kanada, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Türkei, Schweden, Australien, Kuwait, die Niederlande, Katar, Frankreich, Norwegen, Österreich, Dänemark, Italien, der Irak, die Schweiz und Belgien. Statistiken für 2019 zeigen, dass insgesamt 1 301 975 Iraner in diese Länder ausgewandert sind, während 1990 die Zahl der weltweit ausgewanderten Iraner 631 339 betrug. Globale Statistiken zeigen auch, dass die Mehrheit der iranischen Migranten gebildet und Experten sind. Diese Zahl hat sich von 2011 bis 2020 verdoppelt, wobei es in den letzten Jahren wegen der wirtschaftlichen Probleme eine massive Abwanderung von Hochqualifizierten gab“, schrieb die staatliche Website Khaba Fouri am 21. Januar.
Zahllose wirtschaftliche Probleme gehören zu den wichtigsten Gründen dafür, dass Professoren das Land verlassen, und für die allgemeine Abwanderung von Hochqualifizierten. Viele Elitegelehrte oder Professoren wurden gezwungen, Taxi zu fahren und als Hausierer tätig zu sein, weil sie keine Anstellung in ihrem Beruf bekommen haben.
Hinzukommt, dass das Regime systematisch die Intellektuellen unterdrückt. Amir Hossain Moradi und Ali Younesi, zwei Elitestudenten an der Sharif Universität sind seit mehr als einem Jahr inhaftiert. Sie wurden psychischer und physischer Folter ausgesetzt.
Eine andere Form der Schikane gegen Professoren im Iran ist der Eingriff des Regimes in ihre Lehre.

NCRI-FAC
@iran_policy
#Iran: Torture of Political Prisoners for Forced Television Confessions UN urged to visit prisons and meet with Moradi, Younesi, and Afkari brothers, Urgent action needed for the release of political prisoners, detained protesters #HumanRights
Torture of Political Prisoners for Forced Television Confessions – NCRI
UN urged to visit prisons and meet with Moradi, Younesi, and Afkari brothers, Urgent action needed for the release of political prisoners, detained
ncr-iran.org

Ungebildete Vertreter oder Anhänger des Regimes sabotieren in der Verwaltung der Universitäten die Arbeit unabhängiger Professoren durch unangemessene und unprofessionelle Eingriffe. Diejenigen, die die Arbeit der Professoren/innen kommentieren, haben selber keine wissenschaftliche Kompetenz, oder wenn sie sie haben, benutzen sie andere Kriterien als Begründung für eine Begutachtung eines Professors oder einer Professorin. Deshalb sind der Hauptgrund für die Ausreise von Professoren/innen aus dem Land die Eingriffe [des Regimes].
Lebensunterhalt, politischer und sozialer Druck auf Universitätsprofessoren/innen und andere Spezialisten/innen sind in einer solchen Situation, dass ihnen die Tore westlicher Universitäten offenstehen. Auf diese Weise ist ihr Abschied aus dem Land im Interesse dieser Länder und gereicht dem iranischen Volk zum Schaden.
Ihre Emigration verursacht nicht nur den Verlust vieler fähiger und spezialisierter Kräfte, sondern beeinflusst auch das Kapital des Landes, das für die Ausbildung dieser Fähigkeiten ausgegeben wurde. Dieses verschwendete Geld entspricht mehreren zehn Millionen Dollar an Schaden, was für das Land jährlich ein großer Schlag ist.
Viele der iranischen Eliteleute, die im Land bleiben, haben sich sekundären Jobs zugewandt, um über die Runden zu kommen. Das wird definitiv die Bildung an Universitäten und vergleichbaren Institutionen beeinflussen.