Friday, September 17, 2021
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Monatsbericht des Frauenkomitee des NWRI über die Situation der Frauen unter einem frauenfeindlichen iranischen Regime


Frauenkomitee des NWRI – Monatsbericht Mai 2020

Das Frauenkomitee des Nationalen Widerstandsrat Iran ehrt in seinem monatlichen Bericht Romina Asharafi, ein Mädchen im Teenageralter, welches von ihrem Vater in einem sogenannten „Ehrenmord“ abgeschlachtet wurde. Das Komitee betont, dass die frauenfeindliche und mittelalterliche Politik des Regimes „Tausende Rominas im Iran hinterlassen hat, welche durch die brutalen Gesetze des klerikalen Regimes zu schutzlosen Opfern wurden.“
Das Frauenkomitee des NWRI hatte bereits in seiner Erklärung vom 28. Mai betont, dass die tragische Enthauptung von Romina Ashrafi „ein Ergebnis der unterdrückenden und mittelalterlichen Politik und der Gesetze eines frauenfeindlichen klerikalen Regimes ist, welche zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen ermutigt und diese verteidigt. Der religiöse Faschismus im Iran ist für die Ermordung von Romina Ashrafi verantwortlich.“

Auch in seinem monatlichen Bericht vom Mai 2020 weist das Frauenkomitee des NWRI auf die frauenfeindliche und mittelalterliche Verfassung des Regimes hin und schreibt dazu:“ Anstatt Schutzmaßnahmen zu kreieren, verteidigen die Gesetze des Regimes Gewalt gegen Frauen und ermutigen dazu. Das Strafrecht hat vier Teile, wo es in 37 Paragraphen um die sexuellen Angelegenheiten geht. In einer abwertenden Sprache beschreiben diese Paragraphen, wie Gewalt gegen Frauen verübt werden kann. Dazu zählen unter anderem Steinigung, Auspeitschen und Hinrichtung bei Sexualstraftaten. (Paragraphen 224 – 261 des Islamischen Strafrechts, angenommen im April 2013).
„Die massive Armut, fehlende Bildungsmöglichkeiten und der limitierte Zugang zu Informationen sowie die Förderung einer frauenfeindlichen Kultur durch alle Medien, Bücher, Radio- und TV Sendungen und sogar in Filmen zusammen mit der üblichen Praxis der Gewalt auf den Straßen, der öffentlichen Hinrichtungen und Auspeitschungen lassen eine Atmosphäre des Terrors und der Unterdrückung entstehen, welche Volksaufstände vermeiden soll. Doch solche Bedingungen legitimieren auch Ehrenmorde und sie machen aus Vätern und Brüdern Mörder.“, ergänzt der Bericht.
In seinem Bericht weist das Frauenkomitee des NWRI auf Duzende „Ehrenmorde“ hin, die in den staatlichen Medien erwähnt werden und ergänzt:“ Obwohl Ehrenmorde nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen, erscheinen immer wieder einmal veröffentlichte Berichte in den lokalen und nationalen Medien, die einfach nur schockierend sind.“
„Selbst wenn diese Amokläufe gegen Frauen nicht in ihrem Tod enden, dann haben sie für Tausende Frauen und Mädchen schwere Konsequenzen. Die Beraterin einer Wohlfahrtsorganisation, Fatemeh Abbasi, gab einmal bekannt, dass 1.040 Mädchen in 2017 aus ihren Familien flohen. Nur 40% dieser Fälle sind der Wohlfahrtsorganisation bekannt und es gibt keine akkuraten Statistiken, welche aufzeigen, wie viele Mädchen im Land davon laufen.“, heißt es in dem Bericht.
Im aktuellen Bericht, der vom Frauenkomitee des NWRI veröffentlicht wurde, wird erneut aufgezeigt, welche frauenverachtende Natur das iranische Regime hat und dass es keinen Respekt vor dem Leben der Menschen hat, allen voran der Frauen.
Der iranische Widerstand hat mehrfach gesagt, dass die UN Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, der UN Menschenrechtsrat, die internationalen Foren und die UN Sonderbeauftragten für Frauen- und Kinderrechte das iranische Regime für seine frauenverachtenden Praktiken und Gesetze verurteilen müssen, die zu solchen Morden führen können.