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  • Last Modified: Dienstag 15 Oktober 2019, 08:34:36.
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Iran: Proteste gehen trotz brutaler Unterdrückung weiter

Die Proteste im Iran gehen mit großer Intensität weiter, obwohl es eine massive Unterdrückung des Volkes durch das iranische Regime gibt. Berichte aus dem Land zeigen, dass es im August mindestens 177 Proteste im Iran gab. Diese Proteste fanden im gesamten Land statt und es waren im Schnitt 6 pro Tag.

Iraner aus allen Teilen des Lebens mit verschiedenen Hintergründen nahmen an den Demonstrationen und Protesten teil, darunter waren Lehrer, Arbeiter und Rentner.

Die Arbeiter nahmen im letzten Monat an mehr als 80 Protesten in 29 Städten im ganzen Iran teil. Viele gingen wegen nicht gezahlter Löhne, Entlassungen und schlechten Arbeitsbedingungen sowie fehlender Jobsicherheit und der fehlenden Verlängerung ihrer Verträge und schlechter Zukunftsaussichten auf die Straßen. In den letzten Tagen gab es besonders viele Proteste.

Die Lehrer des Iran demonstrierten in mehreren Städten. Die Proteste waren sehr gut organisiert worden. Einige Stimmen der Sorge wurden auf den Protesten vernommen, unter anderem über die schlechten Löhne der Lehrer, welche sie trotz Arbeit in die Armut treiben, die fehlenden Gehaltszahlungen und fehlende Festverträge. In den Protesten ging es auch um die Freilassung von Kollegen, die bei den Protesten der letzten Monate verhaftet wurden.

Die Gefangenen haben sich trotz ihrer Haft auf verschiedenen Wegen den Protesten des Volkes angeschlossen. Eine Reihe von politischen Gefangenen trat in den Hungerstreik. Ein früheres Mitglied der grünen kurdischen Bewegung und Zivilrechtsaktivist Akbar Gavili ging wegen seiner ungerechtfertigten Verhaftung in den Hungerstreik. Aktivist und Anwalt Mohammad Najafi ist wegen seiner Einzelhaft in Arak im Hungerstreik. Ali Ashraf Parvaneh begann einen Hungerstreik, weil er seit 18 Jahren inhaftiert ist, ohne einen einzigen Tag Freigang gehabt zu haben. Der sunnitische Gefangene Hamzeh Darvish ist im Hungerstreik, weil er keinen Zugang zu einem Anwalt erhalten hat.

Die Rentner gingen ebenfalls auf die Straßen und hielten sechs Proteste in vier Städten ab. Viele von ihnen sind Lehrer im Ruhestand, haben einst in Regierungsbehörden gearbeitet oder waren als Arbeiter in verschiedenen Unternehmen tätig, unter anderem in der Teheraner U-Bahn, der Nilo Tile Fabrik in Isfahan oder der Isfahan Telekommunikationsfirma.

In mehreren Städten im Land gingen im letzten Monat wieder einmal ausgeplünderte Anleger auf die Straße, die immer noch auf die Rückzahlung ihrer Einlagen hoffen. Die Institutionen, die mit dem Regime zusammen arbeiten, haben ihre Einlagen ausgeraubt und das sorgt für große Wut in der iranischen Gesellschaft.

Das iranische Regime hat seine Bemühungen extrem verstärkt, die Menschen mit Gewalt und Repressalien von den Protesten abzuhalten. Die Menschen haben jedoch verstanden, dass das Regime so nicht mehr weiter machen kann. Das Regime hat das Land seit Jahrzehnten ausgeplündert und das Volk versinkt immer mehr in Armut, während die Vertreter des Regimes ihre Taschen immer mehr füllen.

Ohne Frage werden die Proteste so lange weiter gehen, bis das Regime seine korrupte Herrschaft und seine komplette Missachtung aller Menschenrechte beendet hat.

Copyright © 2018 Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) - Auswartiger Ausschuss.