Last Modified: Samstag 18 November 2017, 08:10:23.

Mitglieder aller Parteien im englischen Parlament und politische Persönlichkeiten haben sich den anglo-iranischen Gemeinschaften aus ganz Großbritannien angeschlossen und die englische Regierung aufgefordert, die Initiative zu ergreifen für die Einrichtung eines unabhängigen Komitees zur Untersuchung der Massenhinrichtungen der 30 000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Sie betonten, dass die Zeit dafür gekommen sei, die Straflosigkeit iranischer Amtsträger zu beenden, die für schwere Verstöße gegen die Menschenrechte in dem Land verantwortlich sind.

Diese Forderung wurde bei einer großen Kundgebung erhoben, die am Samstag, dem 2, September stattfand, wo Teilnehmer und Redner die Regierung Großbritanniens aufgerufen haben, die Sache bei der anstehenden Sitzung der UNO Vollversammlung und bei der Sitzung des Menschenrechtsrats der UNO im September zum Thema zu machen.
Der Opfer dieser Gräueltat, die als eines der schlimmsten Verbrechen in der neueren Geschichte des Iran bekannt ist, wurde durch eine Ausstellung und durch Darbietungen und musikalische Aufführungen namhafter iranischer Künstler und Musiker gedacht. Nach einer Fatwa des ersten Obersten Führers Khomeini im Juli 1988 wurden mehr als 30 000 politische Gefangene, von denen die überwiegende Mehrheit Aktivisten der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) waren, in wenigen Monaten hingerichtet und in heimlichen Massengräbern verscharrt.
Vertreter der anglo-iranischen Assoziationen und Angehörige der Opfer des Massakers von 1988 gaben auch einen Brief mit den Forderungen, die bei der Kundgebung erhoben worden sind, im Amt der Premierministers in Downing Street 10 ab.
Die Teilnehmer drückten auch ihre Solidarität mit etwa 20 politischen Gefangenen im Iran aus, die sich seit dem 30. Juli im Hungerstreik befinden aus Protest gegen die inhumanen Bedingungen und gegen die repressiven Maßnahmen gegen politische Gefangene und baten das Außenministerium, diese inhumane Behandlung zu verurteilen und sich für die sofortige Freilassung einzusetzen.
Am 31. August hat die UN Sonderberichterstatterin für den Iran, Frau Asma Jahangir, gemeinsam mit zwei anderen Sonderberichterstattern ihre Besorgnisse über die Bedingungen für politische Gefangene im Hungerstreik im Iran zum Ausdruck gebracht, von denen viele in einem kritischen Gesundheitszustand sind eben wegen dieses sich lange hinziehenden Hungerstreiks und wegen ihrer Würde.
Die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) Frau Maryam Rajavi erklärte in einer Botschaft an die Kundgebung: „Die Mitgliedstaaten der EU und die Vereinigten Staaten haben jahrelang mit den Mullahs kollaboriert und ihnen geholfen, ihr Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verschleiern“.
„Ich fordere die Bevölkerung in Europa auf, ihre Regierungen zu ihren andauernden Beziehungen mit einem Regime zu befragen, dessen Herrschaft auf Völkermord beruht. Die Täuschungen der Mullahs sind jetzt für die Welt durchschaubar geworden. Es ist ganz so, als ob die umgebrachten politischen Gefangenen und all die 120 000 Märtyrer  wieder zum Thema würden. Wir ersuchen den Hohen Kommissar der UNO für Menschenrechte, ein unabhängiges Untersuchungskomitee zu bilden, um das Massaker von 1988 zu untersuchen“, fügte sie hinzu.
Frau Rajavi betonte, dass es wichtig sei, dass die Menschenrechte ins Zentrum jeder Politik gegenüber dem Iran gerückt werden, und meinte dazu: „Die europäischen Regierungen müssen mindestens ihren Handel und ihre diplomatischen Beziehungen mit dem iranischen Regime abhängig machen  von einem Ende von Folter und Hinrichtungen. Solange die Mullahs den Eindruck haben, dass sie bei Verletzungen der Menschenrechte im Iran freie Hand haben, werden sie weitermachen mir ihrer Kriegstreiberei und ihren Aggressionen im Vorderen Orient. Und solange die Mullahs ihre Kriegslüsternheit in der Region beibehalten, werden die globale Sicherheit und der Frieden in Gefahr sein und das auch in Europa“.
Sir David Amess, konservatives Mitglied des Parlaments und einer der Vorsitzenden des British Committee for Iran Freedom (BCFIF) [Englisches Komitee für die Freiheit im Iran] äußerte: „Auch 29 Jahre nach dem Massaker sind die Täter noch nicht zur Verantwortung gezogen. Stattdessen haben viele von ihnen hohe Posten einschließlich von Ministerämtern im Iran.
Die Sache der Gerechtigkeit für die Opfer und des Verantwortlichmachens der Täter bei dieser Gräueltat war seither und ist immer noch eines der Hauptverlangen der iranischen Gesellschaft und der iranischen Diaspora. Ich kann auch versichern, dass dieses Verlangen eine ausgedehnte Unterstützung in allen Parteien in beiden Parlamentskammern findet, da 80 Mitglieder des Parlaments eine parlamentarische Vorlage in dieser Sache unterzeichnet haben, die ich im vergangenen Jahr eingereicht habe“.
Die Hochgeehrte Frau Theresa Villiers, MP für die Konservativen und frühere Ministerin für Nordirland, führte aus: „Im Zentrum der Kundgebung am Samstag stehen die Massentötungen, die 1988 stattgefunden haben… Tausende politischer Gefangener wurden ohne Prozess hingerichtet … Ich werde weiterhin mit der englisch-iranischen Gemeinschaft in meinem Wahlbezirk zusammenarbeiten, um das Thema der Verletzungen der Menschenrechte im Iran zu verdeutlichen und mehr Menschen zur Kenntnis zu bringen, was geschehen ist, damit die Verantwortlichen vor Gericht  gestellt werden“.
Struan Stevenson, Präsident der Europäisch-irakischen Freiheitsassoziation (EIFA) und Mitglied des Europäischen Parlaments für Schottland von 1999 bis 2014 hat die Entscheidung der Chefin für die europäische Außenpolitik dafür kritisiert, dass sie im August die Amtseinführung von Präsident Hassan Rohani in Teheran besucht hat.
„Die Anwesenheit Mogherinis bei der Zeremonie hat den Tyrannen mit dem Turban in Teheran eine große PR Sensation eingebracht. Rohani wurde im Westen als gemäßigt und reformorientiert begrüßt, obwohl mehr als 3500 Menschen, darunter 80 Frauen, in den vier Jahren, die er schon im Amt war, hingerichtet worden sind, was den Iran in die Pole Position als Staat mit den meisten Hinrichtungen pro Kopf katapultiert hat. In diesem Jahr wurden bisher 700 Menschen hingerichtet, darunter auch Frauen und Teenager“, meinte er dazu.
Professor Mohamed al-Qubaty, Minister für Tourismus im Jemen, äußerte: „Ich verstehe dass Sie frustriert sind wegen der Straflosigkeit, die die internationale Gemeinschaft dem Regime in Teheran gewährt. Die gleichen iranischen Amtsträger, die 30 000 unschuldige Menschen in Gefängnissen im ganzen Iran hingerichtet haben, stehen jetzt hinter dem Chaos im Jemen, indem sie töten und Terrorismus und eine einseitig konfessionsgebundene Politik unterstützen“.
Zu den Rednern, die außerdem bei der Kundgebung auftraten, gehörten: Margaret Owen, ausgezeichnet mit dem Orden des British Empire und anerkannte internationale Aktivistin für Frauenrechte, Rechtsanwältin und Direktorin der Witwen für den Frieden durch Demokratie; Jeffrey Forest, Anwalt und Aktivist für Menschenrechte; Mark Williams, früheres liberaldemokratisches MP für Ceredigion (2015-2017); Dr. Reza al-Reza; Dr. Taghleb Alrahabi, syrischer Chirurg und Aktivist für Menschenrechte; Roberto Weeden Sanz, Direktor der Jugendorganisation Eine junge Welt; Roger Lyons, früherer Generalsekretär von Amicus und Sapan Maini-Thompson, Labour Party Mitglied und Menschenrechtsaktivist.
Nationale Widerstandsrat Iran – Büro in Großbritannien
2. September 2017

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Großkundgebung von Iranern für Freiheit und Demokratie

1988 - Massaker an politischen Gefangenen im Iran

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Eine unabhängige Untersuchung von Botschafter Lincoln Bloomfield Jr.

AKIN GUMP

STRAUSS HAUER & FELD LLP

Rechtsanwälte


http://www.scribd.com/doc/85182407/Die-iranische-Volksmodjahedin-MEK-PMOI-und-die-Suche-nach-begrundeter-Wahrheit