Friday, July 3, 2020
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Die Coronakrise und die Furcht des Regiemes vor möglichen Aufständen durch die Aktivitäten der MEK


Seit dem Ausbruch des Coronavirus bleibt das iranische Regime bei Untätigkeit und Vertuschung. Verschiedene Amtsträger des Regimes haben vor einem möglichen öffentlichen Aufbegehren und der Rolle der der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) bei der Bloßstellung ihrer Untätigkeit gewarnt.
Wegen der inneren und internationalen Krise ist der Ausbruch des Coronavirus in der Tat eine Bedrohung der Sicherheit für das Regime. In Abgrenzung gegenüber der Untätigkeit und Vertuschung des Regimes hat die MEK die reale Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus genau verfolgt und bekannt gegeben, dass Sie bis jetzt die 20 400 überschreitet. Zugleich haben Dutzende von Widerstandseinheiten und Unterstützer der Organisation ihr Leben verloren bei der Hilfe für Opfer des Coronavirus.
Das Regime hat versucht, das Coronavirus zum Anlass für Unterdrückungsmaßnahmen zu nehmen, und seine Militärpräsenz und Patrouillen verstärkt, um die Menschen zu zwingen, zuhause zu bleiben, ohne ihnen finanzielle Unterstützung zu geben.
In einer Erklärung vom 11. März schrieb der Nationale Widerstandsrats Iran (NWRI), dass die MEK „bekannt gegeben hat, dass die Zahl der Todesfällen der Provinz Alborz die 120 erreicht hat. Mehrere Mitglieder der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die herbeigeeilt sind, um den Angesteckten zu helfen, sind auch unter den Opfern, darunter Negar Siyah Mortazavi, Moharamali Esmaili und Hassan Nayyeri in Karadsch und Sorkh-e Hessar.”
Diese Aktionen haben zugleich mit der Enthüllung des wahren Ausmaßes der Coronavirus Krise im Iran die Popularität der Organisation weiter erhöht, da sie von der MEK, deren Mitgliedern und Unterstützern als nationale Pflicht betrachtet werden. Besonders in der Jugend ist das so. Außerdem hat es die Absicht der MEK verdeutlicht, nämlich eine führende Rolle bei der Führung der iranischen Gesellschaft in Freiheit und Demokratie zu spielen. Zugleich hat dies jedoch das Regime alarmiert und seine Amtsträger in Wut versetzt.
In einem Interview mit der Website Khaba Fori vom 6. April 2020 hat Akbar Torkan, der frühere Minister für Verteidigung und Transport unter Rafsanjani und zeitweilige Berater von Rohani seine Furcht vor Offenlegungen der Fakten durch den Iranischen Widerstand zum Ausdruck gebracht: „Das neue iranische Kalenderjahr erweist sich als nicht so einfach… Außer dem Coronavirus müssen wir das Tirana Virus im Auge behalten. Wir haben es jetzt mit zwei Virenarten zu tun, die eine ist das Coronavirus und die andere ist das Tirana Virus, das aus der Hauptstadt von Albanien kommt. Etwa 1500 Mitglieder der MEK haben in Lagern dort ihren Sitz, wo sie an ihren Computern sitzen in Hallen nach dem neuesten Stand der Technik und betreiben täglich eine psychologische Kriegführung im Internet gegen die Islamische Republik. Alle Mitglieder der Monafeqin haben sich organisiert, um von dort eine psychologische Kriegführung gegen die Islamische Republik zu betreiben… Sie verbreiten Gerüchte und Lügen, soviel sie können“.
In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA meint Hamid Baidinejad, Botschafter des Regimes im Vereinigten Königreich: „Das Netz der MEK und anderer Opponenten gegen die Islamische Republik will uns in eine intellektuelle Sackgasse zwingen mit einer durchgeplanten Politik der Nachrichtenverbreitung und Mediennutzung“. Er fährt fort: „Die MEK Mitglieder und das Oppositionsnetz verfolgen eine vorgeplante Propaganda, um es dahin zu bringen, dass auf der einen Seite [das Regime] und internationale Isolation steht und Länder, die nicht bereit sind, dem Iran dringende Hilfe zu schicken, und dass auf der anderen Seite [das Regime] bereit ist, internationale Hilfe zurückzuweisen selbst auf die Gefahr hin, Menschenleben aufs Spiel zu setzen. Der Hauptzweck dieser Propaganda ist, bei den Menschen Misstrauen gegenüber Amtsträgern [des Regimes] zu erzeugen“. Baidinejad behauptet das zu einer Zeit, wo Videoaufzeichnungen aus dem Iran demonstrieren, wie das Regime Masken und Desinfektionsmittel stapelt, statt sie unter den Menschen zu verteilen.
Die Enthüllungen der MEK und ihre Aktivitäten außerhalb des Iran konterkarieren die Kampagne des Regimes und seiner Apologeten, die die US Sanktionen als Ursache des Coronavirus Ausbruchs im Iran hinstellen, und werfen ein Licht auf die verheerende Rolle des Regimes.
Das Regime ist in einer Sackgasse. Es ist weder willens noch in der Lage, die Coronavirus Krise zu beheben. Wenn das Regime die wahren Ausmaße dieser Krise enthüllt, muss es mit einem Volksaufstand rechnen, und wenn es sich vornehmen würde, den Menschen zu helfen, müsste es das Budget kürzen oder zumindest etwas reduzieren, das es für die von ihm beauftragten terroristischen Gruppen oder Unterdrückungskräfte innerhalb des Iran vorgesehen hat, besonders für die Revolutionsgarden (IRGC). Wenn das Regime auf der anderen Seite sein Missmanagement, die Unterdrückung und das Lügen fortsetzt, wird die Gesellschaft aufbegehren und es wird einen Volksaufstand geben in der direkten Verbindung mit der Bewegung des Iranischen Widerstandes.
Am Dienstag stand auf der Website des Parlaments des Regimes ein Zitat des Abgeordneten Mohammad Mehdi Zahedi: „Die Post-Coronavirus Situation stellt das Land vor eine soziale, sicherheitsbezogene, politische und wirtschaftliche Bedrohung, die leider ignoriert wird. Eine Vernachlässigung der Post-Coronavirus Situation wird für das Land schwerwiegende Konsequenzen haben“.
Die Furcht des Regimes vor einem Volksaufstand spiegelte sich auch in den staatlichen Zeitungen wieder.
Am Dienstag hieß es in der staatlichen Zeitung Iran-Emrouz: „Wir werden einen großen sozialen Umbruch haben, wenn das mit dem Coronavirus vorbei ist. Die Situation wird sich dann nicht beruhigen. Es wird genau wie in der Zeit nach den Wahlen von 2017 (den Aufständen) sein und wir werden mehrfach gewaltige Vorfälle erleben“.
Am gleichen Tag steht in der staatlichen Tageszeitung Sharq: „(Im Lichte der) Ereignisse vom November 2019 und Januar 2020 (der Proteste im Iran) und der Art der Slogans, die da benutzt wurden und dem Grad der Teilnahme an den Wahlen im Februar … wenn die Situation so bleibt …, wird die Toleranz der nationalen Wirtschaft – der derzeitige Ölmarkt, der irreparable Schaden für den Lebensunterhalt durch das Coronavirus und der wachsende Druck auf verarmte Sektoren der Gesellschaft vorausgesetzt – stark beeinträchtigt sein“. Gestern (7.4.) meldete die gleiche Zeitung, dass 15 Millionen Menschen, die einen Tageslohn erhalten, zusammen mit ihren Angehörigen, was sich auf 40 bis 50 Millionen Menschen summiert, eine verletzliche Bevölkerung sind und deshalb eine bedeutendere Bedrohung für die Gesellschaft als das Coronavirus.
Am 14. März veröffentlichte die staatliche Nachrichtenagentur Mizan, die mit der staatlichen Justiz verbunden ist, eine Analyse des “Asra Thinktank” über die derzeitige Situation der iranischen Gesellschaft nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Überschrift „Der Coronavirus Ausbruch und die Herausforderungen an verschiedenen Fronten“. Dieser Thinktank, der mit dem Obersten Führer des Regimes Ali Khamenei in Verbindung steht, schreibt: „Bei einer schwerwiegenden Knappheit an Gütern und Waren besteht die Möglichkeit einer Rebellion. Aber auch wenn es Aufstände gegen das Regime gibt, sollte das Ausmaß der Resilienz gegenüber der Krise erwähnt werden. Die Überschreitung der Grenzen der Resilienz und ein Mangel an einem Mechanismus des zentralisierten Krisenmanagements können regionale Aufstände in landesweite Aufstände verwandeln. Die Verbindung der Corona Krise im Iran mit vergangenen Entwicklungen wie dem November 2019 schafft einen Prozess der Rebellion“.
Dazu erklärte Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI: „Die Verzweiflung und Hysterie der Amtsträger gegenüber der MEK und dem Iranischen Widerstand ist, je mehr sie sich dem Ende des Regimes nähern, ganz offensichtlich und verständlich“.