Wednesday, December 8, 2021
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Staatliche Medien warnen wegen der Wirtschaftskrise im Iran vor Reaktion des Volkes und nennen es “Gift”

Am Montag gaben die iranischen staatlichen Medien zu, dass die iranischen Arbeiter unter harten Lebensbedingungen arbeiten und das auch andere Bereiche des Lebens betroffen sind. Die staatlichen Medien des Regimes zeigen auch ihre Angst vor der Reaktion des Volkes auf diese Lebensbedingungen, die aus der falschen Politik der Mullahs resultieren.
„Aufgrund des Trends sinkender Einkommen und steigender Armut glauben einige, dass mehr als 1/3 der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leb.“, schrieb am Montag die Zeitung Kar-o Kargar und ergänzte, dass „fast die gesamte Arbeiterklasse unterhalb der absoluten Armutsgrenze lebt.“
Laut Kar-o Kargar „haben in den letzten 15 Jahren schwaches oder gar negatives Wirtschaftswachstum und das Absinken ausländischer Investitionen unter den Sanktionen in den letzten zehn Jahren sowie der Coronavirus im letzten Jahr zusammen mit der unausgewogenen Wirtschaftspolitik diesen Problem und einige weitere komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme kreiert.“
„Ein Ergebnis war, dass die Inflation Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeit und eine soziale Kluft verursacht hat, welche immer mehr Menschen unter die Armutsgrenze trieb, auch weil die Reallöhne und die Kaufkraft der Menschen sanken. Daher werden die Tische der Menschen immer leerer“, ergänzt der Artikel von Kar-o Kargar.
„Die Lebensbedingungen der Arbeiter sind katastrophal und der Druck durch die Inflation lässt ihre Löhne weiter sinken, weil die Kosten immer größer werden“, schrieb Kar-o Kargar. Während die iranischen Arbeiter und andere Bereiche der Gesellschaft in Armut leben, verabschiedet das Regime weitere „Pläne“, um das Volk auszuplündern.
Einer dieser Pläne ist der sogenannte Plan „zur Stärkung der Organisation für soziale Sicherung“, der nun im Regimeparlament zirkuliert. Während die Pensionäre und Rentner der Organisation für soziale Sicherheit im Iran landesweite Proteste abhalten, in denen sie eine Anpassung ihrer Pensionen an die Inflationsrate fordern, will sie das Regime mit diesem Plan noch mehr ausplündern.
„Es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass die Organisation für soziale Sicherheit heute in einer „Krise“ ist. Laut einiger Experten ist der Superversicherer des Landes am Rande des Kollapses. Andere glauben, dass sie den Begriff Krise überwunden hat und heute am Boden einer schweren Krise steht“, schrieb am Montag die halbstaatliche Nachrichtenagentur ILNA.

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Als Resultat dieser Krise kann die Organisation für soziale Sicherheit nicht mehr die medizinischen Ausgaben in der Coronavirus Pandemie abdecken und sie zahlt den Rentnern eine Rente, die weit unterhalb der Armutsgrenze liegt.
Laut ILNA „wurde kürzlich ein Plan verabschiedet, der den Namen „Stärkung und Stabilisierung der Organisation für soziale Sicherheit“ trägt. Er wurde von 34 Mitgliedern des Parlamentes erstellt und vorgestellt“. Doch dieser Plan „erhöht nicht den Einfluss von Arbeitern und Rentner oder ändert die Methode der Verwaltung der Organisation und er optimiert auch nicht sein Management und reduziert auch nicht die Gehälter der Manager.“
Laut ILNA „greift der Plan die Pensionen der Rentner an. Es ist geplant, die Berechnung der Rentenjahre ab [dem persischen Jahr] 1401 um ein Jahr zu verlängern. 1401 erreichten die beiden vorangegangenen Grundrentenjahre drei Jahre und nehmen weiter zu, so dass 1420 die Gesamtzahl von 20 Beschäftigungsjahren zur Grundlage für die Berechnung der Rente wird. Dies bedeutet eine Reduzierung der Renten künftiger Rentner.“

Außerdem werden mit diesem Plan „die Löhne der Arbeiter gesenkt“, schreibt ILNA.
ILN gibt zu, dass „selbst heute die Rentner der Landes unterhalb der Armutsgrenze leben und im Monat eine magere Pension bekommen, welche nicht einmal 1/3 ihrer Ausgaben deckt.“
„Pläne zur Verbesserung der aktuellen Situation, wie der Plan zur Stärkung der Organisation für soziale Sicherung, bedeuten in Wirklichkeit ein Entwerten der Arbeiterklasse“, gibt ILNA zu.
Die steigenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme haben die iranische Gesellschaft an den Rand einer sozialen Explosion gebracht, welche harte Konsequenzen für das Regime haben könnte. „Die Entstehung von sozialen Krisen im Land sind absehbar. Doch die Konsequenzen für das System und das Land sind nicht absehbar. Wir sollten also sehr sensibel vorgehen.“, schrieb am Montag die Zeitung Iran, die als offizielle Regierungszeitung gilt.
„Die Menschen sind müde von den ganzen politischen Kämpfen. Sie fühlen sich inmitten einer Krise im Stich gelassen und ihre Frustration wird von Ärger begleitet, welcher keine positiven Effekten haben kann.“, warnte am Montag die Zeitung Ebtekar.
„Dieses Gefühl des im Stich gelassen werden ist ein gefährliches Gift, welches die Kluft zwischen dem Volk und seinen Vertretern größer werden lässt. Und diese Kluft ist sehr schwer zu reparieren“, ergänzt der Artikel von Ebtekar.