Saturday, December 4, 2021
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Syrische Opposition fordert Abzug des iranischen Regimes aus Syrien

Die Delegation der syrischen Opposition, die bei Friedensgesprächen in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan, teil nimmt, lehnte einen Plan ab, in dem das iranische Regime eine Rolle bei der Überwachung des Waffenstillstandes in Syrien übernimmt. Das berichtete am Montag der britische Guardian. 

Mohammed Alloush, der Verhandlungsführer der Oppositionsdelegation, sagte in seiner Eröffnungsrede, dass die Anwesenheit der vom Iran finanzierten Milizen an der Seite der syrischen Regierungstruppen einen Friedensprozess wesentlich erschwert haben. Er rief sie laut des Berichts des Guardian auf, das Land zu verlassen. 

Zudem rief er zur Freilassung der Gefangenen in den Regierungsgefängnissen auf. Laut seiner Aussagen werden dort alleine 13.000 Frauen willkürlich fest gehalten. 

Alloush bestand in seiner Rede darauf, dass nur ein Ende des syrischen Diktators, der Abzug des iranischen Regimes und seiner Milizen einen politischen Prozeß beginnen lassen kann. 

Die syrische Opposition glaubt, dass Milizen vom Iran finanziert werden. Zu ihnen gehört unter anderem die libanesische Hisbollah die – zusammen mit dem Assad Regime – systematisch das Waffenstillstandsabkommen vom 29. Dezember 2016 brechen. Die syrischen Rebellen glauben zudem, dass das iranische Regime der Urheber der Verstöße gegen den Waffenstillstand ist und daher als Beobachter für die Einhaltung des Waffenstillstandes nicht in Frage kommt. 

Alloush sagte weiter, dass die Rebellen weiter kämpfen werden, wenn keine Lösung möglich ist. Eine politische Lösung war immer das primäre Ziel seiner Gruppe während des Bürgerkrieges, aber nie die einzige Option. 

„Wir sind hierher gekommen, um den Waffenstillstand als erste Phase des Prozesses zu festigen.“, sagte er. „Doch wir werden nicht in die nächste Phase gehen, wenn keine Ruhe auf dem Boden einkehrt, wie es aktuell der Fall ist“. Er beschrieb die syrische Regierung als „Terroristische Organisation“. 

Der Nationale Widerstandsrat Iran hatte bereits im Dezember 2016 detailliert aufgezeigt, welche Rolle das iranische Regime und seine Verbündeten bei den Blutbad von Aleppo hatten.