Thursday, September 23, 2021
StartNachrichtenAktuellesWahl im Iran 2021: Iraner im Ausland unterstützen Boykott-Kampagne

Wahl im Iran 2021: Iraner im Ausland unterstützen Boykott-Kampagne


In den letzten Tagen haben Mitglieder der iranischen Diaspora, Unterstützer der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI-MEK), in Europa Kundgebungen abgehalten und dabei die wachsende Zahl der Aufrufe innerhalb des Iran zum Boykott der Schein-Präsidentschaftswahlen im Juni wiedergegeben.
In Wien, Österreich, hielten MEK Unterstützer ihre Proteste die erste Woche lang am Stück ab, wobei sie die zunehmenden Aufrufe im Iran zu einem Boykott der Schein-Präsidentschaftswahlen unterstützten. Sie hielten ein Transparent hoch, auf dem stand: „Die Iraner wollen einen Regimewechsel“. Sie führten auch Plakate mit Fotos der Führer des Iranischen Widerstands Herrn Massoud Rajavi und der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) Frau Maryam Rajavi mit sich.

Mitglieder der iranischen Diaspora, Unterstützer der MEK und des NWRI, setzten auch in Amsterdam in den Niederlanden am Mittwoch ihre Proteste fort. Sie hielten Transparente hoch, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft aufriefen, und brachten ihre Unterstützung für den Zehn-Punkte-Plan von Frau Rajavi für einen zukünftigen demokratischen Iran zum Ausdruck.

In allen Ländern überall in Europa haben Iraner in ihren Protesten unterstrichen, dass das Regime in einer Sackgasse ist. Besonders verwiesen sie auf die Absicht des Obersten Führers des Regimes Ali Khamenei, Ebrahim Raisi siegreich aus den Wahlurnen hervorgehen zu lassen als Teil der Politik des Regimes zur Zusammenziehung der eigenen Kräfte. Sie führten dabei auch Raisis Rolle an beim Massaker von 1988 an mehr als 30 000 politischen Gefangenen und der Unterdrückung aufständischer Menschen im Iran während der Proteste im Jahr 2019 im Iran.
Die MEK Unterstützer hielten diese Proteste ab als Teil einer Kampagne innerhalb des Iran unter der Führung der Widerstandseinheiten, die einen landesweiten Boykott der Scheinwahlen des Regimes popularisieren wollen.
Laut der MEK waren „Im Laufe des Monats Mai mehr als 310 Gebiete in allen Provinzen des Iran Zeuge von Aktivitäten, bei denen zum Boykott der Schein-Präsidentschaftswahlen des Regimes im Juni aufgerufen wurde. Das sind Aktivitäten der iranischen Widerstandseinheiten, dem Netz der iranischen Opposition der Organisation des Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK).

Aktivitäten der MEK Widerstandseinheiten im April 2021 mit den Präsidentschaftswahlen im Iran im Fokus
„Diese Kampagne begann primär im April 2021 nach dem Aufruf des Iranischen Widerstands zum Boykott der Wahlfarce der Mullahs. In diesem April führten die Widerstandseinheiten Anti-Regime Aktivitäten an mehr als 270 Orten in 27 Provinzen aus“, fügt die MEK hinzu.
Diese Kampagne hat sich in eine landesweite soziale Bewegung im Iran verwandelt, wobei verschiedene Sektoren der Gesellschaft bei ihren täglichen Protesten zu einem Boykott der Präsidentschaftswahlen aufriefen.
Die Kampagne der MEK für den Boykott der Scheinwahlen und ihr Erfolg haben das iranische Regime in Schrecken versetzt.
„Heute hat die Front der Anti-Revolution einen schweren Angriff auf das System begonnen, eine Täuschung des Volkes über die Wahlen“, erklärte Abdolrahim Najafgholizadeh Sarai, Khameneis Vertreter in der Ashura Brigade der Revolutionsgarden (IRGC) im Nordwesten des Iran, laut der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA vom Mittwoch.
Najafgholizadeh räumte die Existenz von lange andauernden Kampagnen für den Boykott der Wahl des Regimes an, die von dem ausgingen, was er „das Oppositionsnetz“ nannte.
Mit den zunehmenden Aufrufen zum landesweiten Boykott und der sicheren geringen Wahlbeteiligung warnen staatliche Medien vor den Missständen im Regime und dem Aufstand des Volkes.
„Das System ist nicht vereint. Dem [Regime] fehlt es an Organisation, Ideologie, Klassenbasis und Einkommen. Das System bewegt sich in eine Richtung, wo es zugleich mit der Homogenität krasse Schwachstellen und schwere interne Spannungen erlebt“, schrieb die staatliche Tageszeitung Etemad am Mittwoch.
„Die Forderungen in der Bevölkerung gehen über die Fähigkeit des Systems, darauf zu antworten, hinaus“, fügt die Tageszeitung Etemad hinzu.