Last Modified: Samstag 18 November 2017, 08:10:23.

NWRI – Iranische Geschäftsleute beklagen, dass sie von ihrer Regierung nicht so unterstützt werden, wie sie es sollten. Sie verweisen auf den Markt in Katar, wo aus verschiedenen Gründen keine iranischen Waren mehr verkauft werden dürfen und so die Händler dort nicht tätig werden können.

Öl und mit ihm zusammenhängende Produkte machen mehr als 90 Prozent des Exportes des iranischen Regimes aus. Der private Sektor, vor allem im Lebensmittelbereich, wird hingegen von der Regierung nicht unterstützt und es investiert auch nicht in dafür notwendige Infrastruktur. Das führt dazu, dass die Nachbarländer der Region an die Konkurrenz fallen, allen voran die Türkei, die in diesem Bereich Marktführer ist.

Eines der Nachbarländer ist Katar. Dort gibt es große Möglichkeiten für iranische Exporteure, vor allem nachdem Saudi – Arabien Sanktionen gegen das Land verhängte und dort Angst vor Engpässen bei wichtigen Gütern herrscht. Doch diese Gelegenheit wurde zum Desaster, weil iranische Händler quasi vom Markt in Katar ausgeschlossen wurden.

„Die Türkei ist im Markt in Katar sehr präsent und die iranischen Güter sind im Vergleich zu den türkischen Waren von niedriger Qualität, weil es keine gute Infrastruktur im Land gibt, vor allem in der Provinz Fars und die Regierung hat den Exporteuren auch nicht genug andere notwendige Dinge bereit gestellt. Das hat der Region Fars den Markt Katar quasi verschlossen und die Exporte sind an einem Minimum angelangt“, sagte Sharafi, ein Mitglied im Rat für Industrie, Minen und Handel in der Provinz Fars im Interview mit der Zeitung Khabar-Jonoub.

Laut Sharafi hatten die iranischen Exporteure nach den Sanktionen von Saudi – Arabien gegen Katar eine große Chance, eine starke wirtschaftliche Präsenz in dem Land zu bekommen und Lebensmittelexporte in der Höhe von 90 – 120 Tonnen waren möglich.

„Die Fars Provinz exportierte bis vor einigen Wochen rund 120.000 Dollar pro Tag nach Katar, bis dann heute der niedrigste Level erreicht wurde“, sagte Shafari. Er ergänzte dass Katar nun nur noch von privaten Reisenden und deren Inhalten in Koffern erreichbar ist. „Die iranischen Exporteure sind aus dem Markt in Katar verdrängt worden und die Türken haben diese Chance genutzt.

Die staatliche Nachrichtenagentur ISNA zitierte Hadi Hanani-Jahromi, ein Mitglied des Handelskammer in Shiraz, mit den Worten:“ Vor den internationalen Sanktionen hatte Katar gute diplomatischen und wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran. Die Sanktionen der Saudis gegen Katar waren eine weitere gute Möglichkeit für iranische Händler, ihre Präsenz in dem Land zu erhöhen, doch es wurde nichts unternommen, um dies zu fördern.“

Zu den Hindernissen der iranischen Händler zählt unter anderem der Transportweg über Land und See nach Katar.

„Ein erfolgreicher Handel braucht eine gut funktionierende Infrastruktur, doch wir haben diese Infrastruktur nach Katar weder über Land noch Luft oder See“, sagte Hanani-Jahromi.

Eines dieser Problem ist – zum Beispiel – dass der private Sektor keine gekühlten Container bezahlen kann, was für solche Exporte elementar ist.

Der Vorsitzende des Rates für Export, Ebrahim Jamili, sagte in dem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA:“ Aufgrund fehlender Diplomatie haben wir keine aktive Präsenz auf dem Markt in Katar. Keiner von den Ratsmitglieder, die zu den führenden Exporteuren des Landes gehören, hat ein Visum für Katar bekommen. Wie können wir unter solchen Bedingungen auf dem Markt von Katar präsent sein?“

Jamili wies auch auf das Scheitern der Regierung hin, geeignete Einrichtungen bereit zu stellen oder in anderer Weise die Exporte zu unterstützen. Er sagte:“ Der Markt von Dubai ist einer der ältesten Exportmärkte. Doch mittlerweile können wir unsere Schiffe mit Kühltechnik an einer Hand abzählen. Der private Sektor kann sich solche Schiffe nicht leisten, die Regierung muss sie und die zugehörige Infrastruktur bereit stellen.“

„Das Handeln der Regierung bringt in Wirtschaftsfragen nichts außer Verluste. Der private Sektor müsste eigentlich so viel wie möglich unterstützt werden“, sagte Jamili. Er sagte weiter:“ Die Regierung ist für die Gesetze, die Umsetzung und die Grundlagen des Handels zuständig und nicht darin, bei den unwichtigsten Angelegenheiten zu intervenieren.“

Es ist Fakt, dass der Großteil der iranischen Wirtschaft in der Hand des Staates, eines Pseudo – Staates und des Militärs und seiner Einrichtung ist. Der private Sektor macht einen kleinsten Teil aus und damit werden gewaltige wirtschaftliche Möglichkeiten verschwendet.

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AKIN GUMP

STRAUSS HAUER & FELD LLP

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http://www.scribd.com/doc/85182407/Die-iranische-Volksmodjahedin-MEK-PMOI-und-die-Suche-nach-begrundeter-Wahrheit