• English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian
  • Last Modified: Donnerstag 24 Mai 2018, 14:31:21.
  • English
  • French
  • Deutch
  • Italian
  • Arab
  • Spanish
  • Albanian

Iran: Der Währungsschock

In weniger als zwei Monaten hat die iranische Währung massiv an Wert verloren. Solch ein Verlust kann man nicht durch übliche Markbewegungen erklären. Die Veränderungen sind so stark, dass der Markt eine exorbitante Form der Inflation erlebt.

Laut eines Artikels, der am 12. Mai 2018 auf einer Webseite für Informationen der iranischen Diplomatie veröffentlicht wurde, die dem früheren Botschafter des Regimes in Frankreich gehört, schreibt der Analytiker Mehdi Taghavi, dass bei den Veränderungen in der iranischen Wirtschaft schwer zu sagen ist, welchen Anteil der Währungsverlust hat. Er schreibt, dass selbst der Rückzug der USA aus dem Atomdeal nicht erklären kann, warum die Währung so massiv einbricht. Er schreibt weiter, dass das Stabilisieren der Währung nun zur obersten Priorität erklärt werden müsse.

Laut Taghavi ist die Abwertung zwar zum Teil eine Reaktion des Rückzuges der USA aus dem Atomdeal basierend, aber es gibt noch zusätzliche Faktoren, unter anderem das verzögerte Reagieren der iranischen Zentralbank.

Was auch immer die Gründe für die Inflation sind: Es ist ein großes Problem für die iranische Gesellschaft. Die Menschen haben große Angst um ihre Zukunft und kein Versprechen und keine Zusage oder temporäre Maßnahmen der Regierung gibt ihnen noch Hoffnung.

Der wahre Fakt ist, dass das iranische Regime schon lange zuvor wirtschaftlich versagt hat, lange bevor Trump überhaupt Präsident wurde und sich aus dem Atomdeal zurück zog. Die Wirtschaft des Regimes ist nun an einer Sackgasse angelangt. Alle Pläne und Projekte sind gescheitert oder waren wirkungslos. Der Markt stagniert schon lange und es gibt schon lange keine signifikanten Änderungen im Handel.

Zudem bleibt die Zukunft der iranischen Produktion vage. Mit der extremen Fluktuation der Währung und der anhaltenden Wirtschaftskrise sind die Produzenten mehr denn je verunsichert und sie wissen nicht, wie sie planen sollen und wie der Absatz ihrer Produkte sich entwickelt. Und selbst wenn sie ihre Produkte noch verkaufen können, dann gibt es keine Garantie dafür, ob sie die für die Produktion benötigten Güter noch zum selben Preis erwerben können.

Der Markt ist in großen Schwierigkeiten und wenn diese Situation weiterhin bestehen bleibt, dann wird davon jeder betroffen sein. Es wird Probleme beim Einkauf von Gütern geben, auch für diejenigen, die diese aus dem Ausland beschaffen. Auch sie werden die negativen Auswirkungen spüren. All das wird vor allem jedoch zu sozialen Spannungen führen, unter anderem auch in einer immer höher werdenden Arbeitslosigkeit.

Der Wirtschaftsexperte des Regimes, Mehdi Taghavi, glaubt, dass die aktuellen und kommenden Aufgaben so schwerwiegend sind, dass nur das Wort „Krise“ dies beschreiben kann. Er glaubt, dass die Abwertung der iranischen Währung nicht nur mit der Zukunft des Atomdeals beantwortet werden kann. Er verweist darauf, dass die Inflation bereits im April begann und zu diesem Zeitpunkt spielte der Ausstieg der USA aus dem Atomdeal noch gar keine Rolle.

Copyright © 2018 Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) - Auswartiger Ausschuss.
;