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  • Last Modified: Donnerstag 27 Februar 2020, 13:15:28.
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Teheraner Studentin beginnt Haftstrafe nach Verurteilung für friedlichen Aktivismus

Eine Studentin der Universität von Teheran wurde am Sonntag von dem Geheimdienst des iranischen Regimes verhaftet. Sie kam danach ins Evin Gefängnis und begann dort ihre Haftstrafe wegen eines friedlichen Protestes, den sie im letzten Jahr abgehalten hatte.

Leila Hosseinzadeh ist eine Studentin für Anthropologie. Sie wurde zu 2,5 Jahren Haft und einem 2 Jahre langen Reiseverbot verurteilt, welches das Berufungsgericht in der Provinz Teheran am 24. Juni 2019 bestätigte.

Hosseinzadeh arbeitet als Sekretärin im Zentralrat der Teheraner Universitätsstudenten. Sie wurde während der landesweiten Aufstände 2018 verhaftet, kam aber später auf Kaution frei.

Sie wurde bereits zuvor am 7. März 2018 zu sechs Jahren Haft und einem zwei Jahre andauernden Ausreiseverbot von Abteilung 26 des Teheraner Gerichtes verurteilt.

Ihre Verhandlung begann am 22. Oktober 2018 und ihre Revision fand am 14. Mai statt. Am 24. Juni sagte nun Abteilung 36 des Berufungsgerichtes in Teheran, dass Hosseinzadeh zu 30 Monaten Haft wegen „Versammlung und Absprachen gegen die nationale Sicherheit“ und zu einem weiteren Jahr Haft wegen „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt wird. Sie darf nach Ende der Haftstrafe zwei Jahre lang nicht ins Ausland reisen.

Während der Aufstände von Dezember 2017/Januar 2018 wurde eine sehr große Zahl von Studenten verhaftet, was selbst die Vertreter des Regimes zugeben mussten.

Am 10. Juli 2018 sagte die Parlamentarierin Parvaneh Salahshouri gegenüber der iranischen Arbeiternachrichtenagentur (ILNA):“ Eine Liste, die aufgestellt wurde, zeigt, dass mehr als 150 Studenten bei den Ereignissen im Dezember 2017 verhaftet wurden. Es geht also nicht um 55 oder 80 Studenten. Leider ist die Zahl der inhaftierten Studenten weit höher.“

Die jungen iranischen Bürger, die nichts anderes in ihrem Leben kennen gelernt haben, als das Regimes, sind besonders aktiv und sie wollen, dass das Regime geht. Das Regime ist in den Universitäten stets präsent und als der Protest begann, wurden sogar Studenten eingesperrt, die nicht einmal an den Protesten teil genommen hatten. Sie sehen die Jugendlichen als große Bedrohung für ihr Regime an.

Salahshouri sagte weiter, dass aktuell 17 Studenten bereits Gefängnisstrafen erhalten haben.

Sie sagte weiter:“ Das Geheimdienstministerium ist bei einigen Fällen involviert, in denen es um Studenten geht und die Regierung und das Ministerium sollten erklärten, was hier vor sich geht.“

Der Leiter des Geheimdienstministeriums, Mahmoud Alavi, operiert unter Präsident Rouhani. Das Ministerium verbringt eine Menge Zeit damit, das iranische Volk und möglichen Aktivismus zu unterdrücken.

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