Tuesday, October 26, 2021
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Botschaft Maryam Rajavis an die iranischen Demonstranten vor dem UN Hauptquartier in New York

Der Iranische Widerstand grüßt die tapferen Arbeiter in den  Azarab und Hepko Fabriken in der Stadt Arak in Zentraliran, die in den letzten Tagen mutig für ihre Rechte protestiert haben und ruft die allgemeine Öffentlichkeit und die Jugend auf, ihnen solidarisch zu helfen. Der Iranische Widerstand fordert auch die internationalen Organisationen zur Verteidigung der Rechte von Arbeitern auf, die streikenden und protestierenden Arbeiter im Iran zu unterstützen und wirksam etwas zu unternehmen, um die Freilassung der internierten Arbeiter zu erreichen und ihre Forderungen zu erfüllen.

Am Mittwoch, dem 20. September, haben sich 1800  Arbeiter der Azarab Fabrik in Arak am vierten Tag ihrer Proteste versammelt, weil die Zahlung ihrer Gehälter und Sozialleistungen seit sechs Monaten aussteht. Den Arbeitern zufolge hat das Unternehmen keinerlei Probleme mit dem Auftragseingang und der Liquidität. Die räuberischen Direktoren der Regierung, die selber astronomische Gehälter und Einkünfte haben, weigern sich, den Arbeitern ihre Rechte zuzugestehen. Diese verlangen die Auszahlung ihrer Lohnrückstände, Versicherungsbeiträge und Bankkontogebühren sowie die Wiederaufnahme der Lohnauszahlungen. Die repressiven Kräfte haben versucht, die Arbeiter mit Tränengas, Schüssen in die Luft und Prügel mit Stöcken zu zerstreuen. Die wütenden Arbeiter griffen sich einige der Prügelstöcke der Söldner.

Gestern haben sich die Arbeiter der Fabrik am Beginn der Straße Teheran-Arak versammelt und diese blockiert. Motorisierte Garden und Infanterie zur Bekämpfung von Aufruhr, Kräfte in Zivil und Regimegarden schlugen auf sie in einem brutalen Angriff ein und verhafteten Dutzende bei einer Einkesselung. Die zornigen Arbeiter konfrontierten die Söldner mit den Slogans: „Unschuldige Arbeiter müssen befreit werden“ und „Hau ab Söldner“, „Zieht ab, zieht ab“. Mehrere der festgenommenen konnten von den Arbeitern befreit werden, andere wurden an unbekannte Orte verfrachtet. Seit Anfang des Jahres haben die Diebe und Beutegeier des Regimes es unterlassen, die niedrigen Löhne der Arbeiter zu zahlen. Die Arbeiter in der Fabrik, einer der großen Produktionseinheit in einem der wichtigsten Knotenpunkte in Arak haben bislang soweit für ihre Rechte protestiert, um ein Auskommen zu haben. Die Arbeiter haben  auch die Sorge davor, arbeitslos zu werden, weil die Fabrik nur mit 20 % ihrer Kapazität arbeitet.

Gestern haben sich auch Arbeiter des Hepco Unternehmens in Arak auf der Eisenbahnstrecke von Arak nach Teheran versammelt. 900 Arbeitern in der Fabrik wurden seit dem letzten Winter keine Gehälter bezahlt. Hepco ist einer der größten Produzenten der Schwerindustrie mit Straßenbau, Bergbau und landwirtschaftlichen Maschinen im Vorderen Orient. Die Fabrik besteht seit 42 Jahren und ist ein Mutterkonzern und eine spezialisierte Fabrik, die unter dem Mantel der Privatisierung in die Hände der inneren Zirkel und Agenten des Regimes übergegangen ist. Sie hat in den letzten 10 Jahren einen katastrophalen Niedergang zu verzeichnen. Die Fabrik hat die Kapazität für 3000 Arbeitskräfte, beschäftigt aber nur 900  Arbeiter. Die Produktionskapazität dieses Betriebs beträgt 2000 Schwermaschinen, aber die jährliche Produktion beträgt jetzt 100 Einheiten (Nachrichtenseite der Provinz Markazi vom 1. November 2016). Der Import von Maschinen hat die Produktion dort ersetzt. Der Verwaltungsdirektor des Unternehmens ist Bijan Namdar Zanganeh, Ölminister unter Rohani. Mohammad Hassan Asafari, ein Abgeordneter im Majlis [Parlament] des Regimes stellte am 6. Januar 2015 die Frage: Während große Betriebe wie Wagon Pars, Hepco, Azarab und Machinery arbeiten, was rechtfertigt es, dass die Regierung mehr als 9000 Waggons von Russland kauft und dass die Stadt Teheran mehr als 3500 Waggons von China kauft? (Nachrichtenseite der Stadt Kamijan vom 9. November 2016)

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran

20. September 2017