Thursday, August 6, 2020
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1000 Hinrichtungen innerhalb von 3 Jahren

Lord Corett of Castle Vale"Gerechtigkeit der Mullahs: Mehr als 1.000 Männer, Frauen und Kinder im Iran in den letzten drei Jahren am Galgen"

Von Lord Corbett, Vorsitzender der parteienübergreifenden Parlamentsgruppe
Trotzig bis zum Ende, ein verurteilter Mörder – und für einige ein Held – steht vor seinen Henkern
Ein vermummter Schütze bewacht den Moment, an dem Majid Kavousifar die Schlinge um seinen Hals gelegt wird.

Er winkt seiner Familie ein letztes Mal zu und bringt noch ein Lächeln zustande bevor der Barhocker unter ihm weggestoßen wird. Der Körper des 28jährigen Rebellenführers Kavousifar – schuldig des Mordes an einem „Revolutionsricher“ gesprochen – pendelt an einem Kran hin und her. Eine kleine, schweigende Gruppe schaut vor dem Sitz der Teheraner Justizapparates zu. Das ist „Gerechtigkeit“ nach Art der Mullahs.

Mehr als 1.000 Männer, Frauen und Kinder wurden im Iran in den letzten drei Jahren im Dezember 2008 erhängt.

Im ersten Monat dieses Jahres starben 59 Menschen. Zu ihnen gehörte eine 35jährige Frau, die 12 Jahre im Gefängnis von Rafsanjan eingesperrt war. Im Dezember2008 wurden zwei Männer gesteinigt und ein Dritter wurde freigelassen, nachdem es ihm gelang, sich aus einer Grube zu befreien, in die er bis zu seinen Schultern eingegraben war.

Zu den offiziellen 170 verschiedenen Bestrafungsarten gehört die Beinamputation ohne Anaestesie und das Augenausstecehn mit einem Instrument, das einem Löffel ähnelt.
Der Iran hat weltweit seit 1990 die meisten Kinder hingerichtet. Gegenwärtig warten 71 dem Tod geweihte in den Todeszellen.

Seit der Gründung der Islamischen Republik Iran vor 30 Jahren wurden etwa 120.000 politische Gefangene  erhängt. Ungefähr 600.000 wurden in den berüchtigten Gefängnissen der Mullahs gefoltert. Das sind industriell angewandte, mittelalterliche Methoden.
Angeführt wird die Opposition zu all dem von der 56 jährigen Maryam Rajavi, der von Nationalen Widerstandsrat gewählten Präsidentin.

Eine ihrer Schwestern wurde vom Shah ermordet, der seit 1979 im Exil lebt.
Eine zweite wurde von den Mullahs ermordet, als sie schwanger war.

Der Widerstandsrat hat 540 Mitglieder, davon sind mehr als die Hälfte Frauen. Er bietet den Iranern eine demokratische säkulare Regierungskoalition, die durch Wahlen unter UN-Aufsicht zustande kommen soll.

Präsident Obama hat seine Bereitschaft zu Gesprächen mit dem Iran über die Entwicklung seiner illegalen Atomwaffen und der Bewaffnung von Terrorgruppen im Irak und in Afghanistan zur Ermordung britischer Soldaten signalisiert.

Allerdings gehört noch ein anderer Punkt auf die Agenda: Wie wollen die Mullahs auf die 54 fache Verurteilung ihrer Menschenrechtsverletzungen durch die UN anworten?

Auch der Terror der Mullahs an der Macht wird exportiert. Es gibt Schätzungen, dass etwa sieben von jeweils 10 Soldaten im Irak durch Roadside Bomben sterben, die vom Iran geliefert wurden.
Sie bilden ebenfalls Kämpfer aus und bezahlen sie. Diese Regierung, unsere eigene und die amerikanische erhielten diese Details durch den Widerstand.

Die Mullahs trainieren, bezahlen und bewaffenen ebenfalls die Hisbollah, die die junge Demokratie im Libanon stürzen wollen, und die Hamas im Gazastreifen. Das Herz des Terrorismus schlägt in Teheran. Dort sitzen auch seine Banker. Die Mullahs sind in ihrer Art der Bedruhung unverschämt.

Sir John Sawyers, britischer Botschafter bei der UN, sagte in der vergangenen Woche: „Die Iraner wollten eine Abmachung, nach der sie aufhören, unsere Truppen im Irak zu ermorden und dafür die Erlaubnis für ihr Nuklearprogramm erhalten“.

Vor sieben Jahren versuchten Britannien, Frankreich und Deutschland unter der Leitung des späteren Außenministers Jack Straw, den Iran durch Bestechung zum Stopp des Nuklearprogramms zu bewegen.
Die Politik verfehlte ihre Wirkung – sie gab den Mullahs nur noch mehr Zeit, um dem Bau von Atomwaffen näher zu kommen.

Die Atomaufsichtsbehörde der UN, die IAEA, berichtete in der vergangenen Woche, dass der Iran inzwischen genügend Uranium für den Bau einer Bombe angereichert hat.

Trotz der Sanktionen vergrößerte der Iran seine Atomanlagen. Die Welt soll vor Angst zittern.
Der Widerstand versucht, die Welt auf die Gefahren aufmerksam zu machen.